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Laufen am Gardasee: das Laufcamp von Florian Böhme in Torbole sul Garda

Ein sportlicher Urlaub, um die ganze Schönheit des Gardasees zu erleben

Es ist egal, ob es sich um einen See, einen Hügel oder einen Berg handelt - am Gardasee kann man überall laufen, umgeben von atemberaubender Natur. Sie können in der Ebene laufen, entlang der Radwege neben dem Strand oder dem Fluss oder den Asphalt verlassen, um in die grünen Olivenhaine in den Hügeln einzutauchen. Wenn Sie stattdessen den Berg bevorzugen, steht Ihnen ein Wechsel des Untergrundes zur Verfügung, der vom losen Stein bis zum Unterholz reicht, mit unterschiedlichen Neigungen.
Aber, abgesehen von den Routen, warum ist es so schön, am Gardasee zu laufen?
Wir sprechen darüber mit Florian Böhme, einem ehemaligen deutschen Profi-Läufer. In Italien verliebt, veranstaltet Florian seit einigen Jahren Laufcamps am Gardasee, die sich nach Urlaub anfühlen.

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Hallo Florian, erzähl uns wer Du bist und woher Du kommst?

Ich bin 1978 in Geislingen an der Steige in Baden-Würtemberg geboren. Meinen Weg auf die Laufbahn fand ich erst mit 28 Jahren. Meine größten läuferischen Erfolge waren 2014 die Deutsche Meistertitel im 6-Std-Lauf und die Teilnahme bei der 100km-Weltmeisterschaft in Doha/Katar. Während meiner aktiven Zeit habe ich einige Ultramarathon-Wettkämpfe als Sieger beenden dürfen.

Warum Laufen?

Laufen war für mich die Möglichkeit, meine Zeit effektiv für mich zu nutzen. Anders als dies vorher beim Fußball der Fall war: hier wurde zu festen Zeiten trainiert und das Wochenende bestand darin, auf dem Sportplatz zu sein.
Laufen konnte ich den ganzen Tag von früh bis spät. Der Wald kennt keine Öffnungszeiten. Außerdem war ich nicht abhängig von anderen – andere nicht abhängig von mir. Gerade als Anfänger sieht man schnell die erste Erfolge und dies steigert die Lust zum Laufen.


Drei Ratschläge für Anfänger

Zeit!
Sich Zeit nehmen und nicht zu viel und zu schnell wollen. Die meisten sind Späteinsteiger. Die “besten Laufjahre” sind evtl. bereits vorbei. Nachholen klappt nicht mehr. Auch bei Verletzungen und Krankheiten rate ich lieber einen Lauf ausfallen zu lassen, denn ein Jahr später findet das Lauf-Event sicher auch wieder statt.

Meinen Körper genau kennen!
Leider ist dem oft nicht so. Gerade in der Anfangszeit passen sich viele Systeme schnell der neuen Anforderung an. Leider passen sich die Gelenke, Knochen, Sehnen und Bänder nicht so schnell an, aber das “spürt” man nicht. Nicht häufig beginnt bei einigen nach zwei Jahren der erste Gang zum Orthopäden mit längerer Laufpause etc.

Schnell macht schnell!
Auch das ist ein Irrtum. Man muss sein Training vielfältig gestalten. Ein Training ist nie ein Wettkampf. Das Training sollte geplant sein und nicht einfach drauf los gelaufen werden. Es sollte überlegt werden, was gemacht wird und davor sollte ein “Plan” stehen. Abwechslungsreich sollte das Training sein. Nicht nur schnell sondern auch mal nur langsam und locker. Verschiedene Arten des Trainings haben unterschiedlichen Nutzen und motivieren mehr als täglich immer das Gleiche zu tun.

Ist es richtig, dass es heute viel mehr Läufer als vor einigen Jahren gibt?

Ob es mehr sind als früher kann ich selbst nicht beurteilen. Die Zeiten sind stressiger geworden. Vieles im geschäftlichen Leben wird mehr und mehr sofort erwartet. Ein Brief dauerte früher länger als heute eine E- Mail. Erhält man nach 5 Minuten keine Antwort auf seine WhatsApp Nachricht zappelt man schon ungeduldig auf dem Stuhl.
Das Laufen schafft für den Sportler einen Freiraum um sich von Arbeit und Stress temporär zu trennen. Ebenso bietet die Zeit mit sich selbst und der Natur die Möglichkeit, Dinge des Alltagslebens zu verarbeiten. Sei es der Auftrag, der schon wochenlang auf dem Tisch liegt und einem die Nerven raubt, oder eventuell ein Streit in der Nachbarschaft. Das Problem kann mitgenommen werden und in Ruhe überdacht werden. Diese Zeit hat man daheim kaum, denn selbst wenn man mal nichts macht findet sich immer Arbeit und man ist sofort wieder in seinem Trott.
Natürlich ist es heutzutage auch immer wichtiger, etwas für seine Gesundheit zu tun. Die Allergien sprießen aus dem Boden, und das Umweltbewusstsein und das Interesse für das, was auf den Teller kommt, wird mehr und mehr bedeutsamer. Kein Wunder, dass man auch schaut, sich körperlich zu ertüchtigen, Zeit und Ruhe in der Natur zu verbringen, die es in einer Großstadt kaum noch gibt.
 

Was machst Du während eines Laufcamps?

Ich nutze ungern oder eigentlich nie das Wort “Laufcamp” sondern vielmehr das Wort “Laufurlaub” denn das ist es, was es wirklich ist. Nein, es ist kein Urlaub vom Laufen sondern eher Urlaub mit Laufen. Anders als in typischen Laufcamps, wo es praktisch nur um den Sport geht, nutze ich die schöne Umgebung vor Ort, denn deswegen sind wir alle hier. Um ein gutes Training zu machen würde auch ein Radweg reichen; hierfür müsste ich nicht in die Ferne schweifen.
Was ich gerne vor Ort umsetze ist, dass ich jeden Tag eine andere Strecke laufe, weil es einfach viel zu sehen gibt und selbst wer schon mehrmals dabei war und immer wieder kommt, der entdeckt mit mir immer noch Neues. Nicht jede Strecke ist fürs Laufen geeignet. Ich biete daher noch kürzere Wanderungen an atemberaubende Punkte an, die man lieber in Wanderschuhen statt Laufschuhen entdeckt. Die Streckenzeiten für diese Wanderungen belaufen sich dann auf 1,5-2 Std. (zzgl. Einkehr). Viele kommen gestärkt nach Hause und berichten stolz, dass die Beine beim Laufen auf einmal so leicht sind und nicht mehr so schwer wie früher. Kein Wunder, hat das Wandern nicht nur die Koordination sondern auch die Beinkraft gestärkt.
Die Laufstrecken selbst kombiniere ich so, dass sie nicht zu lang und nicht zu kurz sind. Manchmal entscheide ich den finalen Plan erst vor Ort, wenn ich sehe, was meine Teilnehmer an Leistungsfähigkeit haben und wenn ich spüre, dass die Belastung ausreicht.
Auch die Angst einiger Teilnehmer, sie wären zu langsam oder es wäre zu weit und man wäre von anderen abhängig, denen kann ich die Scheu nehmen: auf sämtlichen Strecken ist man selbst von anderen unabhängig und andere von einem selbst unabhängig. Die Strecken können je nach Leistungsniveau sogar noch verkürzt oder verlängert werden.
Natürlich wird nicht nur gelaufen und gewandert, sondern was ebenso angeboten wird und im Profisport schon Bestandteil ist, ist der FMS Test. Ein Functional Movement Screen zeigt mir innerhalb 15 Minuten welche Stärken und Schwächen mein Kunde hat. Hier kann ich gezielt Bewegungsmuster und Stabilisationstraining anbieten. Nicht “irgendwas trainieren” sondern genau das trainieren, was der Kunde wirklich braucht kann hiermit erreicht werden.
Abgerundet wird das Sportprogramm noch mit Lauftechnik wie dem Lauf-ABC, aber wir haben auch schon geübt, wie man während eines Laufes einen Becher greift um daraus zu trinken; was ziemlich banal klingen mag, aber ein ernsthaftes Problem sein kann.
Auch wenn das morgendliche Buffet im Hotel überwältigend ist und ebenso das Abendessen, so ziehe ich dennoch vor, mit meinen Teilnehmhern die umliegenden Lokale zu besuchen. Der Grund hierfür ist nicht nur die flexible Gestaltung des Tages sondern auch die Möglichkeit, noch mehr vom Ort mitzubekommen. Ist es nicht schön auf den See herab zu sehen mit einem guten Glas Wein bei Sonnenuntergang oder auf dem Rückweg noch mit einer Tüte Eis in der Hand am Strand Richtung Hotelbar zu schlendern?
Die Gegend ist einfach zu schade “nur zu laufen” und “nur auf dem Zimmer” zu sitzen. Man muss alles erkunden und erleben. Erlebnisse bleiben immerhin am längsten im Gedächtnis und man erinnert sich Jahre später noch daran. Ich versuche, Jahr für Jahr Abläufe zu verändern um mehr und mehr ein Event für die Teilnehmer zu kreieren. Spätestens die Zahl der Wiederholungsbucher stimmt mich dann glücklich, dass viele wieder in den Folgejahren dabei sein und vom Virus “Gardasee” gefangen sind.

Warum liebst Du Italien und warum hast Du das AktivHotel SantaLucia gewählt?

Vielleicht sind es die positiven Kindheitserinnerungen, die mich immer wieder nach Italien – hauptsächlich an den Gardasee – getrieben haben und mich weiterhin immer wieder nach Italien führen. Man “italisiert” sich nach und nach. Anfangs bringt man die ersten Bohnen Omkafe von Arco nach Hause, später die erste Siebträger-Kaffeemaschine. Jahre später folgt der erste Pizzaofen und man backt selbst Pizza bei fast 500 Grad Ofen-Innentemperatur. Klar, dass man den Ofen schon auf italienisch bestellt, denn die Sprache lernt man praktischerweise gleich mit. Die Metropolen Rom, Mailand und Neapel werden rasch erkundet. Auch in Rom schlägt ein Teil meines Herzens. Ich besuche hier die Sprachschule schon zum zweiten Male. Und wäre meine Pizza nicht bereits schon recht gut, dann wäre ich schon längst in Neapel hinter einem Ofen und hätte das Handwerk des Pizzaiolo erlernt.
Es ist ein gänzlich anderes Lebensgefühl, dass einen in Italien erwartet. Mehr im Moment leben, als in der Angst, was die Zukunft bringen könnte.
Meine Kunden in Deutschland fragen mich schon automatisch, wann ich wieder nach Italien gehe, ob ich noch in Deutschland wohne oder wann ich endliche in Italien wohnen werde. Vielleicht gibt es ja auch irgendwann Langzeitmieten im AktivHotel?

Da der nördliche Gardasee “meine Region” ist, obwohl ich als Kleinkind die Sommerwochen immer in Torri del Benaco verbringen durfte, war es für mich klar dass ich im Norden suchen musste. In Riva ist die Sonne leider schon recht schnell untergegangen. Besser ist es da in Torbole. Eine andere Möglichkeit gab es nicht. Dann natürlich der Wunsch ein Hotel zu haben das beinahe alles hat. Angefangen bei ausreichend kostenlosen Parkplätzen über einen Fitnessraum. Die Liste die ich aufführen könnte wäre unschlagbar lang. Was für mich jedoch wichtiger ist, ist dass ich Herzlichkeit spüre – die ich leider in anderen Hotels teilweise vermisse. Das Hotel ist kein Hotel im eigentlichen Sinne. Für mich ist es eine Art Zuhause im geliebten Italien. Man ist hier nicht Kunde sondern viel mehr. Hörte ich oft schon dass Dinge nicht gehen, wird hier mehr versucht um etwas möglich zu machen oder Alternativen zu schaffen. Der Erfolg der Lauf-Urlaube am Gardasee ist natürlich auch vollkommen mitbeeinflußt von der richtigen Hotelwahl. Ich schwärme von Kleinigkeiten. Ich habe jeden Morgen, meist schon am Vorabend, meine frisch gewaschene und getrocknete Sportwäsche wieder in den Händen. Meine Teilnehmer können öfters ihre Lieblingskleidung tragen und noch wichtiger: das Gepäck fällt schmaler aus durch diesen Service.
Mit gefällt der familiäre Charakter des Hotels mit nicht zu vielen Zimmern, die Kleinigkeiten, die Mitarbeiter, die ich seit Jahren kenne und nicht ein ständiger Wechsel in der Belegschaft. Dies schafft quasi ein Zuhause und heisst einen gleich zu Beginn Willkommen. Kombiniert mit dem Erlebnis Laufurlaub und den Annehmlichkeiten von früh bis spät im Hotel bleibt jede Woche immer wieder im Gedächtnis.

Das Hotel steht auch nicht still. Es gibt jedes Jahr immer wieder irgendetwas Neues. Soll heißen, dass man nicht ein Gebäude errichtet und davon zehrt sondern alljährlich erneut und investiert, damit sich die Gäste noch wohler fühlen als eh schon – was natürlich nicht einfacher wird, da das Level bereits schon sehr hoch ist.
Diese Art „Liebe“, die nicht nur im Hotelkomplex steckt; auch die, die man von Mitarbeitern erfährt oder auch die Gegend, die Liebe zur sportlichen Betätigung und natürlich auch meine „Liebe“ für meine Arbeit an meinem Lieblingsort sind das Geheimrezept für diesen „Liebescocktail“.
 
 
Aktivhotel Santalucia
 

Auszeichnungen

Zu den Bewertungen
N. 1 von 2.019 Hotels am Gardasee935 Bewertungen auf
N. 1 von 2.019 Hotels am Gardasee1.730 Bewertungen auf
N. 1 von 3.867 Ünterkünften am GardaseeHervorragend 2.194 Bewertungen auf
 
Kontakt
 
Via Santa Lucia, 638069 Torbole am GardaseeItalien+39 0464 505140+39 0464 505509
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